Die neue Amtsarena feierlich eingeweit

Die neue Amtsarena links neben dem Regionalzentrum. In der Mitte das EKZ mit LIDL und diversen Geschäften und oberhalb der Arena das Schulzentrum

Am 17.11. ist die Amtsarena, die neue Dreifelder-Sporthalle in Sandesneben feierlich eingeweiht worden. Sie soll künftig von den Schülern der benachbarten Grund- und Gemeinschaftsschule mit Oberstufe als auch von den Sportvereinen des Amtes Sandesneben/Nusse genutzt werden.

Die Baukosten belaufen sich auf knapp 5,4 Millionen Euro. Das sind etwa 135.000 Euro mehr, als noch im November 2015 laut Kostenberechnung veranschlagt. Allerdings sind auch drei Garagen, die damals nicht geplant waren, angebaut worden. Dort sollen die beiden E-Autos sowie der Sprinter des Amtes und im kommenden Jahr auch der Bürgerbus untergestellt werden, wie Amtsleiter Thomas Jessen den LN bestätigte.

Wenn die Arena am 4. Dezember offiziell in Betrieb genommen wird, soll an der Hauptstraße auch eine Bedarfsampel aufgestellt sein. Dadurch soll den Schülerinnen und Schülern eine gefahrlose Querung der Landesstraße ermöglicht werden. „Es hat viele Monate gedauert, bis diese Ampel endlich genehmigt wurde“, erklärte Sandesnebens Bürgermeister Erich Bünger. Allerdings soll hier zunächst nur ein Provisorium gestellt werden. „Etwa 100 Meter weiter, am jetzigen Fußgängerüberweg am Schiphorster Weg, soll sogar eine zweite Bedarfsampel aufgestellt werden“, so Bünger weiter.

Er habe die Krise „Mangel an Sporthallen“ als Chance gesehen, dieses Projekt zu verwirklichen, sagte Amtsvorsteher Uli Hardtke bei der Feierstunde. Allerdings habe er auch sehr viel Werbung bei den Gemeinden des Amtes dafür machen müssen. Landrat Christoph Mager bekam viel Beifall für seine Äußerung, die Halle auch außerhalb des Sports nutzen zu können.

Am 8. August 2016 hatten die die Erdarbeiten begonnen. Eigentlicher Baubeginn der Halle war dann am 1. September. Lange Zeit hatten die Arbeiter ihre Zeitvorgaben einhalten können. Das Wetter spielte perfekt mit und der Winter war auch sehr gnädig, so dass bereits Ende Oktober die Sohle geschüttet und Mitte Dezember die ersten Hallenstützen aufgestellt waren.

Bauleiter Bernd Müller vom Architekturbüro Freinsheimer aus Reinbek, das auch schon das Regionalzentrum gebaut hatte und für den Umbau am Schulzentrum verantwortlich zeichnete, hatte den Bau der „Amtsarena“ fest im Griff. Schon zum Richtfest am 12. Mai 2017 berichtete er von eindrucksvollen Zahlen. „Auf einer Sohlplatte von 2350 Quadratmetern stehen insgesamt etwa 2500 Quadratmeter Kalksandstein-Mauerwerk. Und die Arbeiter haben hier etwa 90 Tonnen Baustahl verarbeitet.“
26 Stahlbetonstützen sollen später das Dach tragen. Die längste Stütze misst stolze 10,80 Meter und die schwerste Stütze wiegt 5.4 Tonnen. Zu sehen sind nach Fertigstellung auch die acht Dachbinder mit einer Länge von jeweils 32.60 Metern. Die sind eines Nachts mit einem Schwerlasttransport und Polizeibegleitung in Sandesneben angekommen.

70 Parkplätze sind vor der Halle entstanden. Damit steht den Sportlern auch außerhalb der Schulzeitern ausreichend Parkraum zur Verfügung.Wenig Freude hatten die Besucher der Einweihung, die von eigens dafür bestellten Security-Mitarbeitern vom LIDL Parkplatz verwiesen wurden und sich zum Teil weit entfernte Parkplätze suchen mussten.

Eine Zeichnung von A. Paul Weber mit einem sportlichen Motiv zur Einweihung der neuen Spoprthalle hatten Landrat Dr. Christoph Mager (re) und Kreispräsident Meinhard Füllner (li) mitgebracht.
Diplom-Ingenieur Bernd Müller vom Architekturbüro Freinsheimer aus Reinbek ist Bauleiter der Amtsarena.

Text und Fotos: Jens Burmester