„Duvenseer Moor“ – Geplantes Naturschutzgebiet

Das Duvenseer Moor ist von besonderer Bedeutung für den Naturschutz und soll im Sinne des Moor- und Klimaschutzes entwickelt werden –
Einladung zur Informationsveranstaltung am 25. Juli 2017

Das Amt Sandesneben-Nusse mit den vier beteiligten Gemeinden Duvensee, Labenz, Klinkrade und Lüchow und das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) laden Sie herzlich zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung ein:

Dienstag, den 25. Juli 2017 um 18 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus „Duvenseer Schmiede“
(Dörpstraat 39, 23898 Duvensee)

Minister Habeck wird die Veranstaltung moderieren, die ursprünglich bereits für den 17. Mai 2017 vorgesehen war, jedoch aufgrund der laufenden Koalitionsverhandlungen abgesagt werden musste.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Gemeinden Duvensee, Labenz, Klinkrade, Lüchow sowie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) haben das Ziel, die Duvenseeniederung sowie das östlich hiervon gelegene Manauer Moor im Sinne des Naturschutzes weiter zu entwickeln.

Das MELUND hat das LLUR daher bereits 2015 beauftragt, ein Naturschutzgebiets(NSG)- Ausweisungsverfahren für dieses naturschutzfachlich besonders wertvolle und landesweit bedeutsame Gebiet vorzubereiten. In diesem Rahmen gab es bereits Gespräche mit den Gemeinden und dem Amt und es wurden Facharbeitskreise durchgeführt.

Als nächster Schritt soll das Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Veranstaltung dient seitens des Landes der Information zum vorliegenden Schutzwürdigkeitsgutachten und zum geplanten NSG-Ausweisungsverfahren sowie den dort bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten. Darüber hinaus stellen die beteiligten Gemeinden vor, wie das Schutzziel durch die bereits geplante Gründung eines Naturschutzvereines vor Ort alternativ erreicht werden könnte. Die Veranstaltung sowie die bereits geführten Gespräche stellen ausdrücklich nicht die formelle Einleitung des NSG-Verfahrens dar.

Hintergrundinformationen:
Die Duvenseeniederung und das östlich hiervon gelegene Manauer Moor sind durch die nacheiszeitliche Verlandung und Vermoorung glazigener Seen (Eisstausee, Toteisloch) entstanden. Reste beider Seen sind für Ende des 18. Jhd. auf historischen Karten belegt, ihre endgültige Trockenlegung erfolgte um 1850.

In der Folgezeit wurde es möglich, die Moore abzutorfen und das Gebiet großflächig als Grünland zu nutzen. Bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben die Intensivierung der Entwässerung und der Bau eines Schöpfwerkes zu einer weiteren Veränderung des Gebietes und zu Moorsackungen beigetragen.

Heute ist das Niedermoorgebiet durch die großflächige und in vielen Bereichen extensiv durchgeführte Grünlandnutzung gekennzeichnet und weist eine besondere Bedeutung für moortypische Vegetationsbestände und Tierarten auf. Die großflächig entwickelten Nieder- und Hochmoorböden besitzen zudem ein hohes Potenzial für den Moor- und Klimaschutz. Das Gebiet hat durch die Fundstätten mittelsteinzeitlicher Siedlungsplätze eine große Bedeutung für die Archäologie und wird zudem zum Spazieren gehen, Radfahren, Hundeausführen, Reiten und zur Naturbeobachtung genutzt.

Foto Rast und Zugvögel:Knut Sturm

Info-Veranstaltung 25.Mai 2017