Klimawandel

Klima wird beschrieben durch den mittleren Zustand, charakteristische Extremwerte und Häufigkeitsverteilungen meteorologischer Größen wie zum Beispiel Luftdruck, Wind, Temperatur, Bewölkung und Niederschlag, bezogen auf einen längeren Zeitraum und ein größeres Gebiet.

Seit der Industrialisierung steigt allmählich die globale Mitteltemperatur der Luft in Bodennähe. Wissenschaftliche Forschungen belegen, dass für einen bedeutenden Teil dieses Anstiegs wir Menschen verantwortlich sind. Deshalb sprechen wir von einer anthropogenen – vom Menschen verursachten – Klimaänderung.

Durch das Verbrennen fossiler Energieträger (wie zum Beispiel Kohle und Erdöl) und durch großflächige Entwaldung wird Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre angereichert. Land- und Viehwirtschaft verursachen Gase wie Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O). Kohlendioxid, Methan und Lachgas gehören zu den treibhauswirksamen Gasen. Eine Ansammlung dieser Gase in der Atmosphäre führt in der Tendenz zu einer Erwärmung der unteren Luftschichten.

(Umweltbundesamt; Zugriff: 03.08.2016)

Klima-und Treibhauseffekt

Dass die durchschnittliche Temperatur auf der Erde +15°C beträgt, verdanken wir dem natürlichen Treibhausgaseffekt. Dieser bewirkt, dass nur ein Teil der langwelligen Wärmestrahlung die Atmosphäre verlassen kann und der Großteil absorbiert und zum Teil zur Erde zurückgestrahlt wird, was einen wärmenden Effekt auf die Erdoberfläche und die tieferen Schichten der Atmosphäre hat.

 
treibhauseffekt

Folgen des Klimawandels

Die Folgen des globalen Klimawandels sind deutlich messbar. Die Untersuchungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wurden im Synthesebericht Klimaänderung 2014 mit folgenden Auswertungen belegt:


  

  

  

  
Abbildung SPM.1 | Die komplexe Beziehung zwischen den Beobachtungen (Tafeln a, b, c, gelber Hintergrund) und den Emissionen (Tafel d, hellblauer Hintergrund) wird in Abschnitt 1.2 und Thema 1 behandelt. Beobachtungen und sonstige Indikatoren eines sich ändernden globalen Klimasystems.

Beobachtungen:

(a) Jährlich und global gemittelte kombinierte Land- und Meeresoberflächentemperatur-Anomalien, bezogen auf das Mittel des Zeitraums 1986 bis 2005. Die Farben geben unterschiedliche Datensätze an.

(b) Jährlich und global gemittelte Meeresspiegelveränderung gegenüber dem Mittel des Zeitraums 1986 bis 2005 im längsten fortlaufenden Datensatz. Die Farben geben unterschiedliche Datensätze an. Alle Datensätze wurden so angeordnet, dass sie den gleichen Wert für 1993 aufweisen, dem ersten Jahr mit Satelliten-Höhenmessdaten (rot). Sofern bewertet, sind Unsicherheiten farbig schattiert dargestellt.

(c) Atmosphärische Konzentrationen der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2, grün), Methan (CH4, orange) und Lachgas (N2O, rot), ermittelt aus Eisbohrkerndaten (Punkte) und aus direkten atmosphärischen Messungen (Linien). Indikatoren:

(d) Globale anthropogene CO2-Emissionen aus Forstwirtschaft und anderer Landnutzung sowie aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, Zementproduktion und Flaring. Kumulative Emissionen von CO2 aus diesen Quellen und deren Unsicherheiten sind als Balken bzw. „Whiskers“ (Antenne) auf der rechten Seite dargestellt. Die globalen Effekte der Anreicherung von CH4 und N2O-Emissionen sind in Tafel c angegeben. Treibhausgasemissionsdaten von 1970 bis 2010 sind in Abbildung SPM.2 aufgeführt. {Abbildungen 1.1, 1.3, 1.5}