Erstaufnahmeeinrichtung Neumünster – Sozialämter machen sich ein Bild vor Ort

Neumuenster-3Am 06.10.15 besuchte eine Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und Schülern die Erstaufnahmeeinrichtung Neumünster, um sich persönlich ein Bild zu machen.

Vertreten waren das Sozialamt und Ordnungsamt Sandesneben-Nusse, Sozialamt Berkenthin und 2 Schüler der Gemeinschaftsschule Sandesneben. Frau Berndt, Pressesprecherin der EAE, übernahm die Führung über das Gelände. Die UKSH hat mittlerweile ein mobiles Röntgengerät und ist mit 5 Ärzten vertreten. Zurzeit werden min. 2000 Flüchtlinge betreut. Frau Berndt ist die letzte Woche in der EAE als Pressesprecherin tätig und kehrt dann zur Staatskanzlei Kiel zurück. Der aus Syrien stammende Hanan Issa, Praktikant beim Amt Sandesneben-Nusse, konnte schnell Kontakt zu seinen Landsleuten aufbauen.

Insgesamt sind 18 Polizeibeamte dort stationiert. Eigentümer des Geländes ist das Land Schleswig Holstein und wird vom Landesamt für Ausländerangelegenheiten verwaltet. Die EAE Neumünster wird zwar oft als eine Einheit wahrgenommen, aber unterschiedliche Behörde befinden sich unter einem Dach. Das Asylverfahren z,.B. wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt und ist organisatorisch dem Bund unterstellt. Auch wenn neue Landesaufnahmeeinrichtung z.B. Lübeck oder Wentorf b. Hamburg eingerichtet werden, ist nur in der zentralen EAE in Neumünster und Kiel zurzeit das BAMF mit etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einquartiert. Die personelle Ausstattung des BAMF liegt in der Zuständigkeit des Bundes und nicht des Landes. Täglich werden etwa 200 – 250 Flüchtlinge aufgenommen. Das DRK versorgt die Flüchtlinge mit Speisen und Getränken.

Annika Blohm: „Ich habe mir die Situation wesentlich dramatischer vorgestellt. In Anbetracht der Umstände war die Atmosphäre aber eher entspannt. Ich finde beeindruckend, dass die Flüchtlinge und die Behörden auf einem Gelände untergebracht sind und die Arbeitsabläufe/Organisation trotzdem gut zu funktionieren scheinen.“

Thorben Richter: „Ich habe mit mehr Spannungen gerechnet und das Gelände habe ich mir nicht so weitläufig vorgestellt. Sogar die Kinder haben einen eigenen kleinen Spielplatz mit Sandkasten. Ich war von der ärztlichen Betreuung vor Ort begeistert und finde die ehrenamtliche Unterstützung großartig und vorbildlich.“

„Es ist gut, dass wir uns ein eigenes Bild von der Situation vor Ort gemacht haben. Gerade unsere jungen Kolleginnen und Kollegen können dadurch ein besseres, tieferes berufliches Verständnis für diese außergewöhnliche Flüchtlingssituation entwickeln“, so Sozialamtsleiter Sebastian Flint.