Flüchtlinge bedanken sich mit edlem Kunstwerk

Hardtke-und-Lin-HaliliDer 25jährige Lin Halili musste aus seiner Heimat Albanien fliehen. Gemeinsam mit den drei Geschwistern Adelina, Artur und Fation hat er ein neues Zuhause in Labenz gefunden. Aufgrund der Verfolgung im Heimatland sehen die 4 Flüchtlinge für sich keine Zukunft. Lin hat ein ganz besonderes Talent, das er von seinem Vater, einem Holzbauermeister, in die Wiege gelegt bekommen hat.

Er ist Skulpturenkünstler und fertigt diese Kunstwerke aus Stein, Holz und Gips an. Er möchte sich mit seinem Talent für die Aufnahme in Labenz bedanken und überreicht Amtsvorsteher Ulrich Hardtke, zugleich Bürgermeister von Labenz, das Wappen des Amtes als handgemachte Holzgravur. Ulrich Hardtke: „Ich bedanke mich recht herzlich für dieses außergewöhnliche Kunstwerk. Im Regionalzentrum wird diese Gravur einen besonderen Platz bekommen.“

Den 4 Flüchtlingen können keine reguläre Arbeit aufnehmen, möchten sich aber dennoch in der Gesellschaft einbringen. Um der Allgemeinheit Ihren Dank für die freundschaftliche Aufnahme auszudrücken möchte die Gruppe sich ehrenamtlich in der Schulmensa der Gemeinschaftsschule Sandesneben engagieren.

Dafür haben die 4 Labenzer für den Umgang mit Speisen in der Kreisverwaltung eine Schulung erhalten. Der Klinkrader Jürgen Tornow, der die Flüchtlingspatenschaft übernommen hat, eröffnet mit seiner Zeit und seiner Fahrbereitschaft diese Möglichkeiten. Jürgen Tornow war derjenige, der Lin´s Fähigkeiten sofort erkannt hat und daraufhin Werkzeug und Material organisierte.

v.l-Tornow,Adelina,-Linn,-FAmtsvorsteher Hardtke zur Situation: „Kaum eine andere Aufgabe stellt die Gemeinden vor größere Herausforderungen als die Flüchtlingspolitik. Ich bin mit ganzem Herzen Sozialdemokrat. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind Werte, die mein Leben seit jeher geprägt haben. Wenn Menschen in Not zu uns kommen, dann ist für uns klar: Wir wollen schnell helfen. An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern in unserem Amtsgebiet bedanken. Nur mit ihrem Engagement können wir gemeinsam diese Aufgabe bewältigen.“

Im anschließenden „Sit-In“ im Sozialraum des Regionalzentrums erkundigte sich Hardtke nach der Lebenssituation der 4 Labenzer. Der größte Wunsch von Linn, Adelina, Artur und Fation, die gut ausgebildeten sind bzw. ein Studienabschluss besitzen ist Arbeit aufzunehmen und vom eigenen Einkommen zu leben. Hardtke erklärte, dass er diesen Wunsch als Amtsverwaltung leider nicht erfüllen kann, aber gerne Kontakte zu anderen Behörden oder Ehrenämtern vermittelt.