Gütesiegel des Sozialverbandes Deutschland für das Regionalzentrum Sandesneben

Amtsvorsteher Urich Hardtke und die Kreisvorsitzende des SoVD, Astrid Kosiolek.
Amtsvorsteher Urich Hardtke nahm das Gütesiegel des SoVD von der Kreisvorsitzenden des SoVD, Astrid Kosiolek entgegen

Sandesneben – Das Regionalzentrum in Sandesneben ist durch den Sozialverband Deutschland (SoVD) mit dem Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft ausgezeichnet worden. Im Beisein von Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) und Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) überreichte Astrid Kosiolek gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Professor Ulrich Hase, das Gütesiegel in Form einer bronzenen Plakette und die dazu gehörige Urkunde an Amtsvorsteher Ulrich Hardtke.

In der kleinen Feuerstunde im Regionalzentrum, zu der mit Erich Bünger (Sandesneben) und Horst Soecknick (Walksfelde) leider nur zwei Bürgermeister aus dem gesamten Amt gekommen waren, wurde allerdings nicht nur die Barrierefreiheit des Amtsgebäudes gewürdigt. Besonders wurde auch die barrierefreie Internetseite des Amtes von den Verantwortlichen hervorgehoben und gelobt.

Landtagspräsident Klaus Schlie machte in seinem Grußwort deutlich, dass Menschen mit Behinderungen keine Menschen seien, die man von nicht behinderten Menschen unterscheiden dürfe. Es sei etwas Besonderes, was hier im ländlichen Raum entstanden sei. Schlie nannte das Regionalzentrum ein Leuchtturmprojekt im Land Schleswig-Holstein.

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Hase, erklärte, dass Inklusion die Begriffe Verhalten und Verhältnisse beinhalte. Die Menschen müssten ihr Verhalten gegenüber Menschen mit Behinderungen offen halten und Vorurteile abbauen. Wir dürfen niemanden ausgrenzen. „Wir müssen Verhältnisse schaffen, die das alles verwirklichen.“

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung wurde als besonderes Auszeichnungsdatum gewählt. Ob hier in Sandesneben im Verwaltungsgebäude die volle Teilnahme und Gleichstellung behinderter Menschen möglich ist, hatte der SoVD im Sommer geprüft. Hans Böttcher aus Husum, der selbst im Rollstuhl sitzt, hatte das Regionalzentrum geprüft und sagte: „Die Barrierefreiheit hier in diesem Amtsgebäude habe ich mit solch einer Perfektion noch nie erlebt.“ Hier hätten die Verantwortlichen überlegt gehandelt und jedes noch so kleine Detail beachtet.

In einer kleinen Gesprächsrunde saßen anschließend Landtagspräsident Schlie, Kreispräsident Füllner und Amtsvorsteher Ulrich Hardtke mit dem Trainer der Nusser Rollstuhlbasketballer Bernd Eickemeyer zusammen. Der Rollstuhlfahrer äußerte den Wunsch, mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, gerade im sportlichen Bereich.

jeb