Im verborgenen Amt – Ausstellung

„Diesmal nehmen wir Sie mit in den Keller und öffnen einen Raum, der die Vergangenheit des Amtes aufbewahrt: unser Archiv“.

Das waren bildhaft gemeinte Worte aus der Ansprache, mit der der Amtsvorsteher Ulrich Hardtke eine erfreulich große Gruppe von etwa fünfzig Besuchern begrüßte, die sich im Regionalzentrum des Amtes Sandesneben-Nusse eingefunden hatten, um die „Schätze“ aus dem Amtsarchiv zu betrachten, die die Kuratorin Renate Andresen gemeinsam mit dem Archivar Christian Lopau zu einer interessanten und sehenswerten Ausstellung zusammengestellt hatte.

An den Wänden waren Ausdrucke von handgezeichneten Karten, deren Originale in Schleswig lagern, aus Sandesneben, Grinau, Schürensöhlen, Koberg, Walksfelde und Gemarkungsgrenzen um Nusse herum zu sehen, alle aus dem 18. Jahrhundert rund um die Zeit der Verkoppelung. Auf einem Bildschirm waren Karten zu betrachten, die nun digitalisiert auf früheren Ausstellungen ausgehängt waren.

In fünf verschiedenen Schaukästen konnten die Besucher Exponate zu den Themen 1. Weltkrieg und die Zeit danach, 2. Weltkrieg und die Nachkriegszeit, Schule, Gemeinden (Protokolle) und Standesamt, Einwohner und Geburtsregister betrachten.

Zu Beginn der Veranstaltung sorgte der Gitarrist und Sänger Günther Bisping für gute Stimmung. Passend zu Thema und Rahmen der Ausstellung trug er die Lieder „Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“ und „Zeugnistag“ des Liedermachers Reinhard Mey vor. Christian Lopau hatte in seinen einführenden Worten vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung durch Renate Andresen auf das Archivgesetz hingewiesen, nachdem Bund, Länder, Kreise und Gemeinden verpflichtet sind, Unterlagen von bleibendem Wert für die Erforschung und das Verständnis der deutschen Geschichte aufzubewahren.

Im Amtsarchiv lagern Zeugnisse aus unseren Dörfern und dabei geht es nicht nur ums Aufbewahren. Wie in jedem Archiv sind die Exponate für jedermann zugänglich, d.h. man kann sie vor Ort einsehen. Damit man sich einen Überblick verschaffen kann, gibt es Findbücher, die die aufbewahrten Akten, Schriftstücke und Karten aufführen. Für das Amtsarchiv kann man die Findbücher sogar online einsehen. Wenn man alte Akten im Amtsarchiv studieren möchte, dann kann man es an jedem Montag tun. Dann ist Wolfgang Bentin im Haus, der sich im Archiv bestens auskennt und beim Suchen hilft.

Einige Besucher der Ausstellung äußerten spontan den Wunsch, das Amtsarchiv sehen zu wollen. Herr Lopau zeigte sich gern bereit dazu und führte sie in den Keller des Regionalzentrums.