Bundespräsident verleiht Erich Bünger Verdienstorden

fpr-buenger-7582In den Gemeinden, Städten und Ämtern liegt die Basis unseres demokratischen Zusammenlebens, aber Kommunalpolitik ist nicht immer ein leichtes Geschäft. Hier werden Entscheidungen getroffen die den Menschen lebensnah und nicht abstrakt erscheinen wie z.B. Europa- oder Bundespolitik. Aber wer dieses Geschäft beherrscht kann vor Ort viel bewegen.

Die Politik ist hier ein andere, die Parteien rücken in den Hintergrund, und die politisch handelnden Personen rücken näher in den Vordergrund, sie prägen das Bild und den Charakter einer Gemeinde. Desto wichtiger ist es, dass verantwortungsvolle Menschen diese Ämter innehaben, weil sie Entscheidungen treffen, die für die Einwohnerinnen und Einwohner unmittelbar spürbar sind.

Einer dieser Menschen ist Erich Bünger, Bürgermeister von Sandesneben. Seit 22 Jahren lenkt er die Geschicke der Gemeinde. Er ist 7 Tage die Woche für die Einwohnerinnen und Einwohner ansprechbar, sieht nach dem Rechten, kümmert sich persönlich um alltägliche Dinge, führt Gespräche mit Gemeindearbeiter, Schulhausmeister und der Schulleitung. Es sind oft die kleinen, täglichen Dinge, meist von der Öffentlichkeit unbeachtet, deren Regelung wichtiger sind, als große Meilensteine.

Aber auch diese Meilensteine sollen nicht unerwähnt bleiben. In seiner Dienstzeit wurden 7 Neubaugebiete mit ca. 250 Baugrundstücken erschlossen. Neubau von Kindergärten, Feuerwehrgerätehaus, Radweg nach Schiphorst, Einkaufszentren und Mitwirkung beim Bau eines Regionalzentrums sind nur einige Beispiele seines Wirkens. Sandesneben hat die geringsten Grund- und Gewerbesteuern in der Region. Erich Bünger: „Mein Ziel war und ist immer die Einwohnerinnen und Einwohner so gering wie möglich zu belasten.“ Die Gemeindeschulden sind von 1994 bis heute auf 1/5 gesunken und das Vermögen ist in dem gleichen Zeitraum um das 2400-fache (!) gewachsen. Es ist diese Tatkraft, das Anpacken der Dinge, die ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges der Gemeinde Sandesneben ist. Ein Bürgermeister mit Kopf und Herz, der bodenständig ist, Werte pflegt aber auch mit der Zeit geht, offen für Veränderungen ist und die Gemeinde für junge Familien, z.B. mit Glasfasernetz und Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe, interessant gestaltet.

Aber auch für die Menschen, die es nicht so leicht haben im Leben, setzt sich Erich Bünger, selbst schwerbehindert, ein. Seit 1989 ist er Mitglied im Sozialverband und seit 2004 Vorsitzender des Ortsverbandes Sandesneben. Die Mitgliederzahlen haben sich von 48 auf 301 versechsfacht. Der Sozialverband unterstützt seine Mitglieder in allen Fragen des Sozialrechts.

Auch in der Flüchtlingssituation hat Erich Bünger schnell und unkompliziert gehandelt und in den Räumen der alten Feuerwehr die Einrichtung eine Kleiderkammer für das Ehrenamt ermöglicht.

Der Verdienstorden wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich u. a. politische, soziale Leistungen für alle besonderen Verdienste der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Der Bundespräsident möchte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für das Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst.

Am 02. Mai 2016 verlieh die Bundesrepublik Deutschland über die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa Anke Spoorendonk in Vertretung des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins die Verdienstmedaille des Verdienstordens.

Hans-Peter Burchardi (79) lebt seit 60 Jahren in Sandesneben: „Ich bewundere was Erich all´ die Jahre auf die Beine gestellt hat. Er kümmert sich um so vieles und jeden und hält sein Wort. Ich kannte schon seinen Großvater und Vater und alle waren wie Erich – immer geradlinig! Er hat seinen Kurs stets beibehalten und deshalb diese Auszeichnung verdient.“